April 27, 2020

Alleine bleiben nach Corona

​In diesem Blogartikel geht es um ein weiteres Thema in Bezug auf die Corona-Pandemie, welches so manchem Hundehalter Sorgen bereitet. Während die einen in systemrelevanten Jobs aktuell sehr viel Arbeit haben und mit ihrer Arbeit die Gesellschaft unterstützen, gibt es auch die Menschen, die entweder plötzlich aus dem Homeoffice arbeiten oder leider sogar durch Kurzarbeit oder Kündigungen aktuell gar nicht mehr arbeiten und damit sehr viel mehr Zeit als üblich zu Hause verbringen.

Dieser Artikel richtet sich besonders an diejenigen, die aktuell mehr Zeit als üblich zu Hause bei ihren Hunden verbringen und nach der Pandemie wieder in ein geregeltes Leben mit Arbeit außer Haus zurück kehren werden. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, wird für jeden unterschiedlich sein. Bei allen gleich ist jedoch, dass die Situation für die Hunde auch eine große Umstellung bedeutet.

Hunde, die gewohnt waren einige Stunden am Tag alleine zu sein, haben plötzlich ihre Bezugsperson den ganzen Tag um sich. Dies tut den meisten Hunden erst einmal sehr gut und viele Menschen genießen das auch. Viel Zeit für den eigenen Hund zu haben, ihn ständig um sich rum zu haben - ein positiver Nebeneffekt. Ebenso gibt es oftmals längere Spaziergänge und mehr Trainingszeit. Es wird gekuschelt auf dem Sofa und in den kurzen Pausen sich aktiv mit dem Hund beschäftigt. Für Hunde fühlt sich das an wie Urlaub.

Auf der anderen Seite merken auch viele Hunde, dass es uns Menschen nicht gut geht - dass wir Sorgen und Ängste haben. Dies belastet auch unsere sehr sensiblen, hoch empathischen Hunde. Für sie gerät auch das Leben aus den Fugen, für den einen mehr, für den anderen weniger.

​Und was, wenn wir wieder unserem normalen Alltag nachgehen? Wie dafür sorgen, dass die Hunde dann nicht plötzlich Trennungsängste und Alleinseins-Problematiken entwickeln?

Routinen beibehalten

So schwer es aktuell auch vielen fällt, besonders für unsere Hunde ist es sehr wichtig, Routinen beizubehalten. Wenn dein Hund gewohnt war, den Vormittag alleine zu bleiben und diesen zum schlafen und dösen zu nutzen, solltest du auch während der jetzigen Zeit versuchen, diesen Tagesablauf beizubehalten. Genieße die Zeit mit deinem Hund und oftmals kann man in dieser Zeit auch das ein oder andere Training nachholen und intensivieren. Achte jedoch darauf, dass sich für deinen Hund nicht abrupt das ganze Leben ändert.

Dein Hund gewöhnt sich sehr schnell an die viele Zeit gemeinsam mit dir und es wird ihm sehr schwer fallen, von jetzt auf gleich wieder alleine zu bleiben.

​Viele Trennungsproblematiken können sich in einer solchen Zeit erst entwickeln und plötzlich steht man da mit einem Hund, der nicht mehr entspannt alleine zu Hause bleibt. Wie soll dein Hund auch verstehen, dass er für einige Wochen kaum noch alleine ist um dann wieder täglich für einige Stunden alleine gelassen zu werden?

​Vorbeugen ist besser als Trennungsstress zu provozieren

Auch wenn wir aus Sicht des Menschen in dieser Zeit die Nähe zu unseren Hunden besonders genießen und auskosten wollen, behaltet eure bisherigen Routinen zum Wohl des Hundes bei. Wenn dein Hund bisher gewohnt war, täglich 4 Stunden Vormittags alleine zu bleiben, dann sorge auch jetzt dafür, in diesen 4 Stunden keine Interaktionen mit deinem Hund durchzuführen. Lasse ihn auf seinem Platz ruhen und kümmere dich nicht um ihn. Idealerweise befindest du dich vielleicht sogar in einem anderen Zimmer um ein wenig Distanz zwischen dich und deinen Hund zu bringen. Versuche ebenfalls die gewohnten Spaziergehzeiten weiter einzuhalten und eure sonstigen täglichen Abläufe. So kannst du dafür sorgen, dass sich der Rythmus deines Hundes nur minimal ändert und der Schock, wenn du plötzlich wieder außer Haus arbeitest, deutlich geringer ausfällt.

Trennungszeiten

Ebenfalls sollte ein Hund, der es vor der Pandemie gewohnt war, regelmäßig alleine zu bleiben, nun auch in regelmäßigen Abständen alleine gelassen werden. Sei es während man einkaufen geht oder auch mal einen Spaziergang alleine ohne den Hund macht. Es geht einfach darum, den Hund gar nicht erst daran zu gewöhnen, dass er nun 24 Stunden bei seinem Menschen sein kann. Denn sonst wird die Rückkehr zur Normalität für den Hund der Start in ein Leben mit einer Alleinseins-Problematik.

Natürlich reagiert jeder Hund anders und nicht bei jedem Hund entwickelt sich automatisch eine Trennungsproblematik. Da für uns die jetzige Situation jedoch neu ist können wir aktuell nicht absehen, wie unsere Hunde darauf reagieren. Daher besser Vorbeugen als hinterher ein langwieriges und für den Hund sehr stressiges Training gegen Trennungsangst durchzuführen.

Nutze die Zeit

Besonders Hunde, die auch vor der Pandemie nicht völlig entspannt alleine geblieben sind, können nach der Rückkehr in die Normalität verstärkt unter Stress leiden. Nutze daher die jetzige Zeit, um ein langsames und kleinschrittiges Alleinseins-Training durchzuführen.

Du brauchst Tipps wie du am besten mit der Situation mit deinem Hund umgehst? Melde dich bei mir und ich berate dich gerne!



Tags

Alleinbleiben, Hundetraining, Welpen, Welpenkurs


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