Juni 8, 2019

Tricks – Firlefanz oder sinnvolle Beschäftigung?

Jeder kennt sie, die Hunde, die zwar wie ein Zirkushund die tollsten Tricks kann, von einer soliden Grunderziehung jedoch noch nichts gehört haben. Bei vielen sind Tricks daher völlig verpönt - der Hund soll schließlich gehorchen!

Aber gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen der Grunderziehung und Tricks? Für uns Menschen gibt es diesen definitiv! Für den Hund jedoch nicht! Ob der Hund nun ein Sitz auf Signal lernt oder eine Rolle auf Signal, macht erst einmal keinen Unterschied, so lange beides korrekt und kleinschrittig über positive Verstärkung aufgebaut wird.

​Für den Menschen gibt es zweifelsfrei einen gravierenden Unterschied, denn gewisse Signale sollte ein Hund in unserer Welt beherrschen - hierzu gehört zum Beispiel ein guter Rückruf, ein Bleib, ein Aus und eine gute Leinenführigkeit.

Warum also überhaupt Tricks trainieren?

Würde es nicht reichen, wenn der Hund die wichtigen Alltagssignale lernt?

Meiner Erfahrung als Hundetrainerin nach sind die meisten Hundehalter deutlich entspannter, wenn sie ihren Hunden Tricks beibringen. Die gesamte Lernatmosphäre ist freundlicher und gelassener. Mensch und Hund scheinen mehr Spaß daran zu haben. Und dies wiederum bessert immer die Beziehung zwischen Mensch und Hund auf! Daher finde ich es sehr sinnvoll, besonders Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten auch Tricks beizubringen. Einerseits um den Menschen zu erklären, wie der Hund lernt, andererseits um überhaupt erst einmal eine positive Lernatmosphäre zu schaffen.

Ziel beim Tricktraining

Ziel muss also sein, dass der Mensch nicht mehr Unterscheidet und auch die Grunderziehung genauso freudig und intensiv trainiert wie man einen Trick trainieren würde! Mit genauso viel Spaß und positiver Belohnung für den Hund! Dann würden die Zirkushunde nicht nur die tollsten Tricks beherrschen, sondern wäre auch im Alltag ein guter Begleiter!

Außerdem gibt es auch Tricks, die einen Nutzen für den Hund haben. Darunter fallen vor allem solche Tricks, die gezielt Muskelgruppen trainieren. Sei es "Mach Männchen", bei der die Bauchmuskulatur beansprucht wird oder "Pfötchen", bei der gezielt die Beine des Hundes trainiert werden können.

Es gibt jedoch auch Tricks, die den Hund in eine freudige Stimmung bringen und somit auch gut einsetzbar sind im Training, wenn der Hund zum Beispiel zu Angst neigt. Hierzu zählt oft der "Twist", das drehen um die eigene Achse, welches bei vielen Hunden eine freudige Stimmung hervorruft. Oder etwas balancieren lernen, wobei der Hund sich konzentrieren muss.

Fazit

Alles in allem bin ich also ein großer Freund, Hunden auch Tricks beizubringen. Mensch und Hund beschäftigen ihre grauen Zellen, der Hund ist beschäftigt, man sammelt positive Trainingserfahrung und der Stolz, wenn der Hund dann etwas besonderes kann, ist auch immer groß!


Gerne gebe ich auch in diesem Bereich mein Wissen weiter und veranstalte in regelmäßigen Abständen Trick-Seminare!


Tags

Beschäftigung, Clickertraining, Hundetraining, Tricks


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