Mai 4, 2019

Der Hund nervt …

​Kennst du das? Du gehst mit deinem Hund spazieren und nichts läuft wie du es gewohnt bist. Dein Hund hört nicht auf dich, er macht nicht was du willst, er läuft schon wieder durch die Schlammpfütze und springt dann zu allem Übel auch noch an dir hoch. Der Tag ist einfach gelaufen...

​Es gibt so Tage, an denen dein Hund einfach macht was er will und du einfach nur noch genervt bist. 

Solche Tage kenne ich auch, doch irgendwie muss man auch diese möglichst gut rumkriegen, ohne längerfristigen Schaden in der Bindung zwischen dir und deinem Hund anzurichten.

Doch was tun? Wie mit solchen Tagen umgehen?

Das wichtigste zuerst: Dein Hund macht das nicht, um dich zu ärgern! Hunde stehen nicht morgens auf mit dem Gedanken, wie sie uns das Leben möglichst schwer machen können!​ Völlig egal was alles schief läuft und wo dein Hund sich in deinen Augen wieder einmal daneben benommen hat, sicher ist, dass er dies nicht tut um dich zu ärgern! Hunde wollen uns nicht bewusst schaden oder verärgern, aber sie haben auch kein Sinn dafür dass wir Schlamm an der frischen weißen Hose einfach nicht toll finden.

Oft ärgern wir uns über Verhaltensweisen, die für unseren Hund völlig normal und artgerecht sind, für uns Menschen jedoch nicht in unsere Menschenwelt passen. Hier gilt es jedoch nicht, den Hund für sein natürliches Verhalten zu bestrafen, sondern den Hund so zu trainieren, dass er in unserer Welt zurecht kommt und wir gemeinsam glücklich sein können! Hunde sind Meister der Anpassung und können durch gutes Training sehr viel lernen, warum also machen wir uns das nicht zunutze?

Auf der anderen Seite müssen wir unseren Hunden aber auch zugestehen, dass sie keine 4-beinigen Menschen sind, sondern eben Hunde. Mit eigenen Bedürfnissen und Verhaltensweisen. Bei aller Anpassung und bei allem Training sollten wir immer im Hinterkopf behalten welche Bedürfnisse unser Hund hat.

Schnittmenge finden

Die Lösung des Problems ist oft, die gemeinsame Schnittmenge zwischen den hündischen Bedürfnissen und unseren menschlichen Bedürfnissen zu finden. So kann man dem Hund das Schlammbad vielleicht immer dann erlauben, wenn man gerade sowieso seine Dreckklamotten anhat. Oder man bringt dem Hund durch Training bei, sich eben nicht danach neben uns Menschen zu schütteln oder gar an uns hochzuspringen. Es gibt so viele Wege, wie man das Zusammenleben für beide Seiten schön gestalten kann.

Was nun aber tun, wenn mal wieder so ein Tag ist, wo einfach nichts läuft mit dem Hund?

1) Durchatmen und sich selbst nicht immer mehr aufregen. Oft entsteht nämlich ein Teufelskreis aus Aufregung und Misserfolgen den wir nur durchbrechen können, wenn wir uns selbst entspannen. 

2) Kompromisse suchen. An solchen Tagen hilft es oft, sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu verständigen. Nicht zu erwarten, dass der Hund die perfekte Fußarbeit zeigt, sondern vielleicht einfach ein paar kleine Grundlagenübungen, die man belohnen kann und somit wieder eine positive Atmosphäre zwischen sich und dem Hund schafft.

3) Schlechte Tage gehen vorbei! An besonders schlechten Tagen reicht es auch einmal, das Mindestmaß an Beschäftigung und Bewegung dem Hund zu bieten. Man muss nicht immer die besonders große Runde oder besonders lange Einheit mit dem Hund verbringen. Hin und wieder reicht es auch, ein wenig zurückzufahren und sich auf das wesentliche zu besinnen.

Denkt immer daran, sowohl ihr als auch euer Hund könnt mal einen schlechten Tag haben, und im schlimmsten Fall fallen diese Tage sogar auf ein und denselben. Macht das Beste draus und freut euch umso mehr an den schönen Tagen.

Und wenn ihr immer wieder genervt seid von dem Verhalten eures Hundes überlegt euch einmal, ob es nicht Sinn macht, an diesem Verhalten zu trainieren! Gerne unterstütze ich euch dabei, dem Hund ein Verhalten beizubringen, welches für euch beide passt und künftig den Stress nimmt und damit deine Nerven schont!



Tags

Hund, Hundeschule, Hundetraining


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